Vogellehrschau

Die Vogellehrschau ist  vom 01. Mai bis 31. Oktober außer Samstags
täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet !

Für den Rest des Jahres können Besichtigungen vereinbart werden:
Robert Neugebauer - 036961/30944 !

In unmittelbarer Nachbarschaft kann der Tierpark Bad Liebenstein besucht werden:
http://tierpark-bad-liebenstein.de/de/projekte

Aufnahme März 2012
Aufnahme März 2012

Aktuelles zur Lehrschau und zu Robert Neugebauer siehe
http://www.srf-online.de/persoenliches/Wer_singt_denn_da-2271.html

Zur Geschichte der Blockhütte in der ehemaligen Obstplantage oberhalb des Elisabethparkes.
Etwa um 1880 Erbauung der BIockhütte als Obstwärterunterkunft. Nach Aussage von Walter Lückert hatte der Herzog dem Hüttenbau zugestimmt, wenn die Blockhütte im bayrischen Stil erbaut ward.
1945
Im Zuge der sozialistischen Enteignung ging die Obstplantage mit der Blockhütte in das Eigentum des Volksheilbades über. Die Pflege der Obstplantage übernahm die Kurgärtnerei des Volksheilbades.
1946:
Die Blockhütte wurde bis 1952 von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen wegen Mangel an anderweitigem Wohnraum bewohnt. In dieser Zeit wohnten: Peter Weiß (Schatzmeister der NABU Ortsgruppe Bad Liebenstein) mit seinen Eltern, Elke Engelmann (ehemalige Bürgermeisterin von Bad Liebenstein) mit ihren Eltern und ein älterer Mann namens Schröder mit seiner Tochter Anita mit 8-12 Ziegen in der Blockhütte.( Anita war Schauspielerin und Sängerin am Meininger Theater -  Kurt Schwarz hatte eine Vorstellung besucht, " Ein Glas Wasser" hieß das Stück)
Eine Anekdote: Ernst Häckel, Otto Weißenborn und Gerhard Ortmann wurden zur Pflege der Obst Plantage (Baumscheiben graben) in die Obsplantage beordert. Der erste Gang war immer an die Blockhütte. Alle Türen standen offen und Schröder mit seinen Ziegen war nicht zu sehen. Ein leises Glockenklingen vorn Burgberg verriet die Ziegenherde. Schröder saß schlafend auf einem Baumstamm in Mitten seiner Ziegen. Die drei Obstbaumpflücker setzten sich zu ihm, der erwachte nach 10 Minuten (so Otto Weißenborn).
Jeder von uns in der Gärtnerei drängelte sich nach Arbeiten in den Kuranlagen oder der Obsplantage, waren wir doch so aus den Augen des Gartenmeisters Otto Malsch aus Steinbach.
1953-1955:
Bau eines Fundamentes an die Blockhütte durch das Volksheilbad, auf das eine Gartenlaube gesetzt wurde, die am Haus Elisabeth  http://heimatfreundebali.jimdo.com/heimatgeschichte/villen/villa-elisabeth/  stand. Legen einer Wasserleitung vom Pumpenhäuschen im Elisabethpark zur Blockhütte und Einbau von Waschbecken zwecks Einrichtung einer Kinderkrippe für das Volksheilbad. Der Plan zur Errichtung der Kinderkrippe wurde verworfen und in das Haus Georg verlegt.
1956-1962:
Keine Nutzung der Blockhütte, sieht man von einer Lagerung von Stroh und Heu für eine Kaninchenhaltung am Nebengebäude des Hauses Georg ab. In dieser Zeit drang Regenwasser in die Blockhütte. Das Dach im Mittelbereich bricht ein.
1963:
Nutzung des rechten und linken Raumes durch Lehrer Ermel zu Zeichen -und Bildhauerarbeiten. Einbau eines großen Fensters (ist noch vorhanden) in den linken Raum der ehem. Gartenlaube durch Herrn Ermel, trotzdem geht der Verfall weiter.
1971:
Gespräche zwischen dem Kulturbund, durch Lehrer Lückert, der 1969 gegründeten Fachgruppe Ornithologie, dem Volksheilbad und dem Rat der Stadt Bad Liebenstein mit Lehrer Ermel über eine gemeinsame Nutzung mit der Fachgruppe Ornithologie.
1972-1975:
Erneuerung des Daches und weitere Sanierung der Blockhütte durch die Fachgruppe mit finanzieller Hilfe des Kulturbundes und Material vom Abriß des Krankenhauses Haus 1.
1973:
Lehrer Ermel räumt die Blockhütte, die durch die Ornithologengruppe zur Vogellehrschau ausgebaut wird.
1974:
Bau eines neuen Weges vom Auenweg zur Blockhütte durch die Fachgruppe.
1975:
Im Juli Eröffnung der Vogellehrschau in der Blockhütte durch Walter Lückert, im Beisein des Kulturbundes des Bezirkes Suhl, Herrn Grasmuck und Frau Bürgermeisterin Schäfer aus Bad Liebenstein. Im September Verlegung eines Erdkabels vom Pumpenhaus zur Blockhütte durch die PGH Elektronik Schweina, damit erfolgte der Anschluß an das Ortsnetz.
1982:
Erste Vereinbarung zwischen dem Volksheilbad   http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p9e0a65e9949fdd00?cmsEdit=1  , der Stadt Bad Liebenstein, dem Kulturbund der DDR und der Fachgruppe Ornithologie über die Nutzung der Blockhütte.
1993:
Erster Nutzungsvertrag zwischen der Kurverwaltungsgesellschaft Bad Liebenstein mbH, vertreten durch Frau Engelmann und dem Naturschutzbund Deutschland der Ortsgruppe Bad Liebenstein, über die Nutzung der Blockhütte.
1997:
Die ehem. Obstplantage mit der Blockhütte geht in das Eigentum der Stadt Bad Liebenstein über. Es folgen mehrere Nutzungsverträge mit den jeweiligen Bürgermeistern.
2009:
Abschluß eines Nutzungsvertrages mit der Stadt Bad Liebenstein über die Dauer von 15 Jahren.
Weitere Ereignisse sind der Chronik der NABU Ortsgruppe zu entnehmen, die in der Blockhütte ausliegt.

 gezeichnet: Robert Neugebauer

Aufnahme Margret Neugebauer
Aufnahme Margret Neugebauer

Robert Neugebauer erhält am 28.01.2014 aus den Händen der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht den Verdienstorden am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

3200 Wasservögel registriert

 

Seit 46 Jahren werden im Winterhalbjahr die Wasservögel an der Werra gezählt. Eingebunden ist diese Aktion in ein internationales Forschungs-programm zur Bestandsüberwachung der europäischen Brutvögel.

 
        

Barchfeld/Immelborn - Da die meisten Sumpf- und Wasservögel in unwegsamen Landschaften Skandinaviens und im nördlichen Russland brüten, erfolgt die Registrierung im Winter, weil dann die arktischen Vögel größtenteils in Mitteleuropa weilen.

Im Januar 1968 wurden erstmals an der Werra bei Barchfeld Enten, Schwäne und Rallen erfasst. Schnell entwickelte sich für die Wasservogelzählungen ein großes Interesse und ein Netz ehrenamtlicher Zähler entstand. Bereits 1970 gab es entlang der Werra im ehemaligen Bezirk Suhl 18 Mitarbeiter, die 22 Zählgewässer kontrollierten. An festgesetzten Terminen von Oktober bis März werden monatlich einmal die Seen und die wichtigsten Abschnitte der Werra abgegangen und die Wasservögel gezählt. Die Daten sammelten die jeweiligen Bezirksbeauftragten, hier zunächst Klaus Schmidt, später über viele Jahre Robert Neugebauer. Die ermittelten Zahlenwerte von den einzelnen Vogelarten wurden gebündelt an die Zentrale in Potsdam und für die europaweite Auswertung nach Großbritannien weitergeleitet.

Noch immer sind in der Monatsmitte hiesige Ornithologen unterwegs, um weiterhin an den internationalen Bestandserfassungen mitzuwirken. Als Regionalkoordinator für Südwestthüringen fungiert seit Jahren Dr. Alfons Kurz aus Schleusingen. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Situation der ansässigen Sumpf- und Wasservögel verändert. In den ersten Jahren waren überwiegend Stock- und Krickenten, Blessrallen, Teichhühner, Höckerschwäne und Graureiher zu entdecken. Wildgänse waren damals eine äußerste Seltenheit. Neuerdings sind mitunter sogar verschiedene Wildgansarten zu sehen, oft auch in großen Stückzahlen. Zentrale Wintersammelplätze für Wildgänse und Schwäne haben sich in den letzten 15 Jahren zwischen Barchfeld und Breitungen sowie bei Dankmarshausen entwickelt.

Jetzt waren die Zähler wieder unterwegs. Es wurde eine der erfolgreichsten Aktionen in der 46-jährigen Zählgeschichte. Am Zähltermin weilten ausgesprochen viele Vögel an den Gewässern, begünstigt durch die gebietsweisen weiträumigen Überschwemmungsflächen in der Werraaue. Allein in dem Abschnitt der Werraniederung von Barchfeld/Immelborn bis Breitungen wurden 3200 Wasservögel registriert. Am häufigsten war erwartungsgemäß die Stockente mit 2350 Individuen vertreten. Als weitere Entenarten wurden Schnatter-, Pfeif-, Spieß-, Krick-, Tafel- und Reiherenten gesehen, allerdings alle in geringerer Anzahl. Von den Wildgänsen verweilten etwa 700 Graugänse, 11 Nilgänse, 2 Kanadagänse und 2 Tundrasaatgänse in den überfluteten Riedwiesen und auf einem großen Rapsfeld, teilweise gemeinsam mit 42 Höckerschwänen. Aus der Familie der Reiher waren 6 Silber- und 5 Graureiher zu sehen. Weiterhin wurden in geringen Stückzahlen Zwerg- und Haubentaucher, Kormorane, Gänsesäger und Blessrallen erfasst. So erfolgreich sind die Zählungen allerdings selten. Es kann auch passieren, dass nur ungefähr 100 Wasservögel anwesend sind. Das kann nach längerem Dauerfrost der Fall sein. ks

Aufnahme : Wirt der Sängerklause, die leider vor kurzer Zeit vollständig abgebrannt ist ...u
Aufnahme : Wirt der Sängerklause, die leider vor kurzer Zeit vollständig abgebrannt ist ...u

Wasservogelzählung 15.11.2009 :
von rechts: Bernd Teichmüller, Robert Neugebauer, Ronny Denner, Dietrich Volkmar, Frank Timmermann, Daniel Rimbach, Wolfgang Malek

rechts oben erkennt man die Blockhütte in der umfangreichen Obstplantage
rechts oben erkennt man die Blockhütte in der umfangreichen Obstplantage