Evangelische und Katholische Kirchen 

Nach bisherigen Kenntnissen wurde das frühere Gericht Liebenstein (Rittergut) bereits in der Zeit vor der Reformation kirchendienstlich von der Pfarrei Schweina betreut, die zum Sprengel der Mutterkirche Frauenbreitungen gehörte. Seit 1386 ist urkundlich belegt, dass es auf Burg Liebenstein eine Kapelle gab, wo Kapellane Gottesdienste für die Familie vom Stein zum Liebenstein und die Burgbediensteten hielten.
Die zeitige Einführung der Reformation im Amt Altenstein, wodurch in Schweina der erste evangelische Pfarrer bereits ab 1524 tätig war, bezog auch das Gericht Liebenstein ein. Es blieb weiterhin kirchlich der Pfarrei Schweina angeschlossen, die nun zur Superintendur Salzungen gehörte. Urkunden weisen die Verpflichtung von Schweinaer evangelischen Pfarrern zum Gottesdienst auf Burg Liebenstein bis 1599 aus. Die Burgkapelle soll spätestens seit dem letzten Um- und Ausbau der Burg um 1599 weggefallen sein. Ab dann gingen nicht nur die Einwohner des Gerichts (von Grumbach, später auch Sauerbrunn, und von umliegenden Höfen wie Profisch), sondern auch die Burgbewohner zu den Gottsdiensten in die Kirche nach Schweina, wo Hermann vom Stein zum Liebenstein 1617 einen Kirchenstand eingerichtet erhielt.

Evangelische Kirchen

Die erste evangelische Kirche wurde vom ersten  Herzog von Sachsen-Meiningen, Bernhard I erbaut, wahrscheinlich hat aber bereits sein Vater Ernst der Fromme damit begonnen. 
Diese Kirche befand sich in etwa zwischen Post und  Kriegerdenkmal und wurde 1684 eingeweiht. Unmittelbar daneben befand sich ein Friedhof.
Nach 1700 erneuerte Lehnsinhaber von Fischern das Gebäude. Auf seine Veranlassung entstand ein Pfarreigebäude auf Gemeindekosten und die Anstellung eines eigenen Pfarrers.
Streitigkeiten mit der Gemeinde Sauerborn und Grumbach führten zur Pfarrerversetzung, so dass ab 1716 wieder die Filialbetreuung durch Schweina erfolgte.

1822 wurde die baufällige Kirche abgebrochen, ein Holzgerüst zur Aufbewahrung der Kirchenglocken blieb erhalten.
Im selben Jahr entstand nach Art der Paulskirche in Frankfurt (Main) ein neues Kirchenhaus am Südhang des Schlossberges im klassizistischen Stil ( Amphitheater) und mit großer Unterstützung durch die regierende Herzogin Luise Eleonore. ( Da sich der Bau der Frankfurter Paulskirche über 30 Jahre hinzog, war die Liebensteiner Kirche viel früher fertiggestellt worden! )
Ab 1867-69 erhielt die Gemeinde wieder einen eigenen Pfarrer, der aber in Schweina wohnen musste.
1891/92 musste die Kirche wegen Baufälligkeit vollständig saniert und rekonstruiert werden und  erhielt ihre jetzige Gestalt.
Die Links gieben weitere Informationen :  http://www.kirche-badliebenstein.de/  und http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/bad_liebenstein_1870-71_wk1u2_thuer.htm

Links sehen wir die 1822 erbaute evangelische Kirche im Stile eines Amphietheaters.


Die untere Abbildung zeigt die Friedenskirche nach erfolgtem Umbau 1891/92,  wie sie heute noch existiert !  

Friedenskirche 1970
Friedenskirche 1970
Innenraum der Friedenskirche heute
Innenraum der Friedenskirche heute
Altarraum vor der Renovierung
Altarraum vor der Renovierung
Aufnahme von 1959
Aufnahme von 1959

Bad Liebenstein (SM)

Früher Liebenstein

 

1911–1927 Lenz,Emil

1917–1923 Lehmann,Peter Wilhelm

                   (Emil) Ludwig Paul, Pf.

                   (1917– 1918 Lazarettgeistl. Saalfeld u.Bad Liebenstein)

1922–1923 Rübner, Guido Curt (Kurt)  Hpf.

1923–1935 Meyer,Ludwig Albrecht Hans,Pf.

1924-1926 Bauer,Woldemar Hermann, Hpf.

1935–1946 Meyberg,Herbert Walter Franz Gotthard,  Pf.

1935          Ermisch,Hans Hugo,Vik.

1944          Stelzner,Otto Rudolf, Pf.

1945 (1947)1949  Schmidt,August Edmund Gustav  Aelxander Carl,        

                 komm.  Verw.,Pf.

1950-1962 Henn,Friedrich August, Pf., (Sup.)

1962-1975 Kriewald, Walter Wilhelm  Arthur, Pf.,

1968           Opf.

1977–1988 N.N.

1990- 2006 Zehner,Martin, Pf.,

1993   Opf.,

1998   Opf.

1991–1992  Naumann geb. Melzig, Dorothea Renate,Vik.

2007 N.N.

2008 N.N.,(25%,Klinikseelsorge 25%)
2008 - 2013 Frauke & Klaus-Peter Bregas
2016            Pfarrerin Hundertmark

Verabschiedung von Ortspfarrer Superintendent Friedrich August  Henn 1959 ? ,
weiter auf dem Bild Oberkirchenrat Köhler in der Mitte,

von links die Mitglieder des Gemeindekirchenrates Otto Bachmann, Marie Reich, OMR Dr. Claus, Eduard Hartmann, Herr Saft, Herr Storch, Frieda Wochnik, Fritz Fischer 

Kirchenkonzert 1916
Kirchenkonzert 1916

Katholische Kirchen

Januar 2013
Januar 2013

Die 2000 geweihte Katholische Kirche St.Kilian ist ein moderner Kirchenneubau. Der Alterraum kann im Prinzip zwei mal erweitert werden (durch überdimensionale Türen), erstens durch zusätzlicher  Nutzung des Foyers und zweitens über Öffnung des Gemeinderaumes.
Rechts im Nebengebäude ist die Wohnung des Pfarrers untergebracht.
siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/St._Kilian_(Bad_Liebenstein) !
http://www.pfarrgemeinde-badsalzungen.de/unsere-kirchen/st-killian-bad-liebenstein/

Blumenteppich 2010
Blumenteppich 2010

Hotel Kapelle 2011, rechts Haus an der Tann http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p61f2c6fdf90c681c/

Das " Hotel Kapelle " ist von der Gebäudesubstanz im wesentlichen so geblieben, wie das " Kurheim Maria Regina " http://www.heimatfreundebali.de/heilbad/sanatorien/maria-regina/   über lange Jahre im Wiserweg präsent war. Es wurde von Fräulein von Langen erbaut, sie war ursprünglich evangelisch, trat aber zum Katholizismus über. Sie starb 1912.
 

 

Vollpension in gepflegten Räumen   Caritas-Heim " Maria Regina“ ‘Wiserweg 3

Mitten im Kurzentrum von Bad Liebenstein lag das Caritas-Heim “Maria Regina“, eine Pension der Katholischen Kirche. Dieses Haus gehörte dem Bischof von Würzburg und wurde von Ordensschwester Magdalena geleitet. 16 Jahre war sie hier im Ort tätig. Ihr Mutterhaus lag in Würzburg. Man sah Ordensschwester Magdalena nicht an, dass sie die Siebzig schon überschritten hatte. Sie bewegte sich flink und war noch voller Tatendrang. Als Leiterin des Caritas-Heimes schätzte sie ein, dass in all den Jahren ein gutes Einvernehmen mit dem Kurwesen der Stadt bestand.
Das Heim verfügte über 29 Einzel- und sieben Doppelzimmer. Natürlich gibt es Radio und Fernseher, aber Terrasse und Balkon sowie die Parkanlagen und der nahegelegene Wald boten günstigere Erholungsmöglichkeiten. Voll- oder Halbpension war im Angebot. Bis zur Wende hatten die Kurgäste im Heim gewohnt und wurden beköstigt, die Behandlungen selbst erfolgten im staatlichen Kurbad. Vorwiegend Selbstzahler hatten hier gewohnt, das war damals noch relativ billig. Priester oder andere kirchliche Würdenträger hatten eigentlich früher kaum eine Kur erhalten, da sie grundsätzlich über den FDGB vergeben worden waren. Gäste aus der gesamten DDR wohnten hier. Vorwiegend konfessionelle, aber es gab auch Ausnahmen. Nach katholischem oder evangelischem Glauben wurde allerdings nicht getrennt. Die auf dem Territorium befindliche Katholische Kirche und das Caritas-Heim bildeten eine Einheit. Ökumenische Gottesdienste sind keine Seltenheit. Ordensschwester Magdalena fühlte sich in den vielen Jahren ihres Liebensteiner Aufenthaltes mit unserer Bevölkerung sehr verbunden und konnte nicht begreifen, dass ein Großteil der “Westbürger“ unsere Situation nicht verstand, wenn sie sagten: “Ihr müsst eben Geduld haben, wir haben auch klein angefangen!“ Im Heim “Maria Regina“ hatte niemand je leiden müssen. Kurz nach der Wende gab es kaum noch Selbstzahler. Die meisten Gäste hatten freie ambulante Behandlungen und besorgten sich anhand von Prospekten eine Unterkunft. Insofern trug auch das Caritas-Heim nahezu Hotelcharakter.
Schon immer gingen die zur Kur weilenden Ordensschwestern in ihrer Tracht zur Behandlung oder spazieren. Sie waren beeindruckt, wenn sie dann von fremden Leuten gegrüßt oder angesprochen wurden, mancher zog sie sogar ins Vertrauen, der vielleicht in seinem Heimatort niemals einen solchen Schritt gewagt hätte. Das Flair der Kur gab oft das Gefühl: “Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein...!“

Gästehaus 1965
Gästehaus 1965

" Flammkuchen aus der einstigen Sakristei " !  aufgeschrieben von Silvia Rost

Aus dem einstigen Caritas-Erholungsheim ist das "Hotel Kapelle" geworden, aus der Sakristei eine Backstube.

Bad Liebenstein - Auf einem Holzbrett serviert Ines Ströher den herzhaft duftenden Flammkuchen. Gebacken hat sie ihn in der Backstube, die einst eine Sakristei war. Bis 2001 gingen hier, im ehemaligen Caritas-Erholungsheim Bad Liebenstein, noch Gäste ein und aus. Die katholische Kirche verkaufte das Haus 2007 an Ines Ströher und ihren Lebensgefährten Torsten Göckel. Das Paar hat im Laufe der vergangenen Jahre Schritt für Schritt das Haus in ein kleines gemütliches, beschauliches und unverwechselbares Hotel umgebaut. Der Name "Hotel Kapelle" soll eine Hommage an die besondere Geschichte des Hauses sein. Ein weiterer Schritt folgte nun - der Anbau, die ehemalige Kapelle ist als Brasserie eröffnet worden.

In dem unter Denkmalschutz stehenden Anbau erinnert noch vieles daran, dass hier vor vielen Jahren Gottesdienste stattfanden - bunte Glasfenster, ein Kreuz, ein Bildnis des Abendmahls. Gerne hätte Torsten Göckel auch den übernommenen Beichtstuhl in der Brasserie stehen gelassen, doch dagegen sprach sich die katholische Kirchgemeinde Bad Liebenstein aus. Nun wird dieser seinen Platz in der Empfangshalle im ersten Stock finden.

Eine Besonderheit weist die neue Gaststätte im Hotel Kapelle auf: Viele der Möbel stammen aus der alten Stadthalle Bad Liebenstein. Der Gastronom hat die Theke und die Sitzbänke von der Stadt Bad Liebenstein kaufen können und sie von einem Tischler passgenau einbauen lassen. "So ist ein Stück der alten Stadthalle noch erhalten geblieben", freuen sich Torsten Göckel und Ines Ströher. Die Gastronomie in einstigen kirchlichen Räumen bezeichnete Hans-J. Hißbach von der Dehoga Thüringen als etwas ganz Besonderes. "Nicht umsonst hat das Haus drei Sterne bekommen, hier haben die Eigentümer viel Fleiß, Mühe und viel Liebe reingesteckt, um dem Besucher etwas ganz Unvergessliches zu bieten", lobte der Dehoga-Vertreter das Hotel "Kapelle". sir

Brasserie im Lichterspiel der ehemaligen Kirchenfenster
Brasserie im Lichterspiel der ehemaligen Kirchenfenster
Kurheim "Maria Regina" mit Kapelle 60er
Kurheim "Maria Regina" mit Kapelle 60er
Archiv W.Malek
Archiv W.Malek

Auf dem oberen Foto sehen wir die Kapelle der Katholischen Kirche, in der sich heute die Brasserie des Hotels "Kapelle" befindet.
Links gab es den Beichtstuhl https://de.wikipedia.org/wiki/Beichtstuhl  und den Eingang zur Sakristei https://de.wikipedia.org/wiki/Sakristei  , halblinks das Harmonium https://de.wikipedia.org/wiki/Harmonium .

Hinter dem Altar in der bogenförmigen Nische wurden im verschließbaren Tabernakel  https://de.wikipedia.org/wiki/Tabernakel_%28Christentum%29   die geweihten Hostien aufbewahrt.
An den Wänden links und rechts hingen Kreuzwegtafeln aus Emaille , die ein Liebensteiner Handwerker angefertigt hatte.