Villa Karl Heller

Villa Karl Heller Oktober 2013
Villa Karl Heller Oktober 2013
Karl Heller - Aufnahme nach 1945 - Archiv W.Malek
Karl Heller - Aufnahme nach 1945 - Archiv W.Malek

Der einzige Sohn von Jakob Valentin Heller  (* 29.061808 Bali, + 13.06.1903 Bali) aus zweiter Ehe mit Christine Margarete Reum (*18.09.1826,*21.03.1895) - 
Karl Heller (* 17.06.1867 Bali, + 03.04.1952 Schweina) war ab 1933 alleine an der Spitze der Firma Gebrüder Heller in Marienthal  ( siehe auch http://www44.jimdo.com/ app/s06790cd3 cc8612fc/pd86d8fd8f32070e0/ . ( Nach unternehmerischen Auseinandersetzungen war Max Heller fristlos gekündigt worden, Ernst Karl verblieb als Angestellter im Unternehmen !)
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Nach dem Tod von Jakob Wilhelm Heller 1908 hatten noch seine beiden Zwillingssöhne  Max (1871-1943) und Ernst Karl (1871 -1943) zusammen mit Karl Heller gemeinsam die Führung der Firma Gebrüder Heller inne. Zum besseren Verständnis: Jakob Wilhelms Vater  Jakob Valentin Heller
http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p927b3628b5b1abbd/ war auch in zweiter Ehe der Vater von Karl Heller und somit der Opa der Zwillinge Max und Ernst Karl.
Auf Karl Heller geht die Gründung einer Wohnsiedlung ab 1937 in Marienthal zurück. Arbeiter und Angestellte der Firma Gebrüder Heller konnten durch günstige Kredite Häuser bauen. In diesem Zusammenhang entstanden die Heinrich-Heine-  und Thomas-Mann- Straße.
Karl Heller wurde nach dem II.Weltkrieg enteignet, er entging einer Deportation; wie das bei vielen Firmenbesitzern aus Ostdeutschland  ja geschehen war.
Dr. E. und J. Biedermann erinnern sich, dass Karl Heller völlig mittellos ohne Rente aber unbehelligt in Bad Liebenstein bis zu seinem Tode 1952 lebte und nur durch die Unterstützung von Angehörigen und Freunden überleben konnte.
Nachweislich hatte er während des "Dritten Reiches" die Jüdin Frau Issakowitsch http://heimatfreundebali.jimdo.com/heimatgeschichte/b%C3%BCrger/issakowitsch/
insbesondere nach 1938 unterstützt. Sie konnte im Haus Puschkinstr. 30 wohnen, da sie vermutlich in Marienthal nicht mehr "erwünscht" war. 
Diese Villa in Bad Liebenstein ist gegen Ende der 1930er Jahre von Karl Heller errichtet worden.
Mit der Firmenenteignung nach dem II.Weltkrieg gelangte auch das Wohnhaus wahrscheinlich zunächst in die Hände der SMAD (Sowjetische Militäradministration in Deutschland) und mit der Gründung der DDR in Staatseigentum.

In der Puschkinstr. 30 wohnten die Betriebsdirektoren des VEB Wälzkörperwerk bzw. KRF
Otto Schieck http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p2ece71ffccb23147/  , Kurt Tetschner und Klaus Truckenmüller.
siehe auch http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p8de4022615be505e/

Die umfangreiche  und informative Chronik  "150 Jahre Geschichte eines Unternehmens ", die im August 2013 erschienen ist und von der KRS-Seigert GmbH Barchfeld herausgegeben wurde in der Regie von Günter Grabowy enthält Informationen insbesondere auch zu Karl Heller.

Villa Karl Heller mit Burgberg im Hintergrund - Aufnahme Oktober 2013
Villa Karl Heller mit Burgberg im Hintergrund - Aufnahme Oktober 2013
Puschkinstrasse 1960er, links Villa Karl Heller - Archiv W.Malek
Puschkinstrasse 1960er, links Villa Karl Heller - Archiv W.Malek
Aufnahme 10/2013 Friedhof Schweina - Viele Herbstfrüchte schmücken den Grabstein -      W.Malek
Aufnahme 10/2013 Friedhof Schweina - Viele Herbstfrüchte schmücken den Grabstein - W.Malek