Villa Sophie

März 2012, durch die Baumfällaktion kommt das Gebäude wieder voll zur Geltung
März 2012, durch die Baumfällaktion kommt das Gebäude wieder voll zur Geltung


Das " Haus Sophie " wurde 1850 als großherzoglich-weimarisches Gästehaus errichtet und trug ursprünglich den Namen Schweizerhaus.
Es konnte deshalb nicht in einer Linie mit Theater und Palais Weimar gebaut werden, weil ein Grundstück davor nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten hätte erworben werden können.
Spätere Namensgeberin war Prinzessin Sophie Luise der Niederlande, dessen Großvater mütterlicherseits Zar Paul I. war. http://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_von_Oranien-Nassau .
Der Weimarer Herzogsfamilie diente das Gebäude als Gästehaus.
Während seines 3tägigen Besuches wohnte 1851 der spätere Reichskanzler Bismarck in diesem Gebäude http://www44.jimdo.com/app/s 06790cd3cc 8612fc /p56a74bfb161150c4/.
Auch der bekannte Arzt Dr.Claus http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3 cc8612fc/pfabaf97da51eef2c/ hatte seine Wohnung vermutlich von 1933 bis zu seinem Wegzug in die Bundesrepublik 1963 in der Villa Sophie.

Adolf Löbl (Am Giebel) erinnert sich: Im Eingangsbereich der Villa Sophie stand eine lebensgroße Figur von Wilhelm II.,  vergleichbar mit einer Figur aus Tussauds http://de.wikipedia.org/wiki/Madame_Tussauds Wachsfigurenkabinett. 
Diese hatte Dr.Claus dort aufgestellt.   siehe Bild rechts

Herzo-Georg-Straße 62
Herzo-Georg-Straße 62

In dem Haus, das südlich von Villa Sophie stand, wohnten die beiden Brüder Christian & Philipp Müller. Die Schwester der beiden war verheiratet mit Gottfried Salzmann, dem Großvater der Emmi Büttner. Ein weiterer Bewohner war Oberhofgärtner Cornelius.
1907 wurde das Haus abgerissen und an dieser Stelle ein Badehaus errichtet.

Villa Sophie 1932 - Archiv W.Malek
Villa Sophie 1932 - Archiv W.Malek

Die Namensgeberin für die Villa, Großherzogin Wilhelmina Sophie Marie Luise von Oranien-Nassau und Carl (Karl) Alexander August Johann (* 24. Juni 1818 in Weimar; † 5. Januar 1901 ebenda) http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Alexander_(Sachsen-Weimar-Eisenach), aufgenommen im Jahre 1885.
Großherzogin Sophie war hauptverantwortlich für Entscheidungen, die die schriftliche Hinterlassenschaft Goethes und Schillers zusammenhielten, und die Unterbringung in einem eigens zu diesem Zwecke errichteten schlossähnlichen Archivgebäudes zur Folge hatte.