Grand-Hotel Bellevue, später Kurheim Bernhard

Esplanade 1, Als Sommerbau geplant wurde diese Fachwerkausführung gewählt - Archiv W.Malek
Esplanade 1, Als Sommerbau geplant wurde diese Fachwerkausführung gewählt - Archiv W.Malek
Meysel Darstellung 1860er Jahre kurz nach der Eröffnung
Meysel Darstellung 1860er Jahre kurz nach der Eröffnung
Grand Hotel Bellevue 1905
Grand Hotel Bellevue 1905
Gebäude links Hotel Bellevue - Ansichtskarte 1912 gelaufen - Repro W.Malek
Gebäude links Hotel Bellevue - Ansichtskarte 1912 gelaufen - Repro W.Malek

1868 ließ Herzog Georg II. im großartigen Stil das " Hotel Belevue " in der Esplanade errichten.
Im Frühjahr 1913 wurde dieses vollständig renoviert (elektrisches Licht, Lift).
Diners a part in allen Preislagen und zu jeder Tageszeit, Ein- und zweispännige hochelegante Equipagen zur Disposition - damit wurden die Werbeprospekte angeführt ! Die Remise zum Hotel war der zur gleichen Zeit errichtete Logierhof http://heimatfreundebali.jimdo.com/heimatgeschichte/gaststätten/logierhof/
Aus dem Hotel "Bellevue" wurde später das " Kurheim Bernhard ".
Links im Bild " Villa Charlotte "   http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p0329cca64220593e/ , später Wohnhaus von Albert Briel. 

Später wurde dann das gesamte Haus verputzt und das Fachwerk damit dem Blick entzogen - Archiv W.Malek
Später wurde dann das gesamte Haus verputzt und das Fachwerk damit dem Blick entzogen - Archiv W.Malek

Karl Heinz Everts hat uns im März 2014 per Mail geschrieben, dass 1911 Wolf Graf von Baudissin, ein Schriftsteller, der auch unter dem Pseudonym Freiherr von Schlicht in Erscheinung getreten war, mehrere Wochen im Hotel Bellevue gewohnt hatte.
siehe http://www.karlheinz-everts.de/schlicht.htm  und 
http://de.wikipedia.org/wiki/Freiherr_von_Schlicht

 

Archiv: Karl-Heinz Everts
Archiv: Karl-Heinz Everts
Archiv Foto Bodenstein
Archiv Foto Bodenstein
Tennisplatz Bernhard 1937
Tennisplatz Bernhard 1937
Haus Bernhard 1928 - Archiv W.Malek
Haus Bernhard 1928 - Archiv W.Malek
Tanzstunde 1938 im Haus Bernhard - Tanzlehrer Herr Funk aus Meiningen, rechts Horst Gehrke, der Sohn von Dr.med Fritz Gehrke,Holsatia  - Archiv Elfriede Mosebach
Tanzstunde 1938 im Haus Bernhard - Tanzlehrer Herr Funk aus Meiningen, rechts Horst Gehrke, der Sohn von Dr.med Fritz Gehrke,Holsatia - Archiv Elfriede Mosebach
Speisesaal vor 1969
Speisesaal vor 1969

Die Chronik der FFW berichtet:
Am 12. August 1931 zeigte die Wehr, dass sie jeder Lage gewachsen war. Gegen 13.00 Uhr ertönte die Sirene. Aus dem Dachgeschoss des Hotels Bernhard quollen dicke Rauchschwaden hervor. Das Haus war bis unter das Dach mit Gästen besetzt, die sich gerade zum Mittagessen im Speisesaal versammelt hatten. Die Wehr war sofort vollzählig zur Stelle.

Der Brandmeister versuchte mit seinen Männern über die hintere Treppe zum Brandherd zu gelangen. Wegen großer Rauchentwicklung war dies aber nicht möglich. Kurz entschlossen brachte er die Feuerwehrleute über die große Leiter auf das Dach, um die Bedachung zu entfernen, und den Rauch einen Abzug zu verschaffen. Einige Männer waren unentwegt über die Hintertreppe zum Brandherd vorgedrungen und hatten den Brand durch einige Eimer Wasser lokalisiert. Im Verein mit den von außen eingedrungenen Kameraden ging man daran, mit Sägen die brennenden Balken zu durchschneiden. Diese wurden mit Ketten und Leinen von oben herunter gelassen. Die Wehr arbeitete fieberhaft. Parole war, möglichst wenig Wasser zu verwenden, damit keine Wasserschäden verursacht wurden. Nach einer Stunde war die Arbeit getan, der Dachstuhl abgetragen und die noch brennenden Balken am Boden 17

gelöscht. Die Gäste hatten zuerst vom Brand nichts bemerkt. Erst als mit großem Getöse die brennenden Balken am Boden aufschlugen, bemerkten sie, dass es im Hause brannte.

Der Brandmeister beruhigte die Gäste und machte sie darauf aufmerksam, dass keine Gefahr mehr vorliege. Kein Zimmer wurde geräumt. Vom Vorplatz sah man ruhig und gelassen der schweren Arbeit der Feuerwehr zu. Der Brand war durch einen defekten Schornstein entstanden. Der Besitzer des Hotels, Herr Briel, bewirtete die Männer der Feuerwehr in der nächsten Versammlung für ihr beispielhaftes Verhalten während des Brandes. Kein Gast war genötigt gewesen, wegen des Brandes das Hotel zu verlassen.

Kurheim Bernhard als Vertragshaus des Volksheilbades - Archiv W.Malek
Kurheim Bernhard als Vertragshaus des Volksheilbades - Archiv W.Malek

Kurheim Bernhard kurz vor dem Abriß am 28.10.1999, links im Hintergrund die ehemalige " Villa Charlotte "  http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p0329cca64220593e/ , die im Januar 2012 ihre letzten Stunden erleben sollte.