Schlosserei Gustav Heller

Die in unserem Ort und insbesondere in der Gemarkung Grumbach bestehende Metallwaren-und Kleineisenindustrie ging auf den uralten, sicherlich über 1000jährigen Eisenerzbau in unserer Gegend zurück, der wohl als einer der ältesten in Thüringen bezeichnet werden kann. Dieser wurde bereits im Jahre 1100 urkundlich erwähnt. Bereits im Jahre 1150 gibt ein erhalten gebliebenes Güter-Verzeichnis der Burg Altenstein (Nauenburg) Auskunft, dass jährlich eine Masse Eisen an das Bistum Fulda  zinspflichtig zu gewähren sei.

Vermutlich Gustav Heller mit Vater und Geschwistern vor der Schlosserei  -  Archiv Peter Fuhrmann
Vermutlich Gustav Heller mit Vater und Geschwistern vor der Schlosserei - Archiv Peter Fuhrmann

Bereits im 18.Jahrhundert hatten Vorfahren von Gustav Heller am Standort  des jetzigen Hauses Fuhrmann (Herzog-Georg-Straße 13) in der Gemarkung Grumbach  Schlosserarbeiten ausgeführt, welches den Annalen zu entnehmen ist. Der Familienstammbaum der Hellers belegt außerdem, dass der Beruf des Messerschmiedes und des Messerschmiedemeisters bis weit ins 18.Jahrhundert in der Familie verbreitet war.
Der Großvater mütterlicherseits von Peter Fuhrmann, Gustav Heller, gründete 1893 eine Schlosserwerkstatt. 1933 konnte das 40jährige Firmen-Jubiläum begangen werden.

Archiv - Peter Fuhrmann
Archiv - Peter Fuhrmann

Auf dem Hof der Schlosserei befinden sich Motoräder, Fahrräder, Automobile und der Kraftomnibus der Reichspost  http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/pf99d 525f22d34a86/     - dazu noch ein geschmückter Kutschenwagen.

Archiv - Peter Furhmann
Archiv - Peter Furhmann

Anläßlich des 40jährigen Betriebsjubiläums wurde ein Wagen geschmückt und der Schlossermeister Gustav Heller (rechts auf dem Wagen) bereitet sich auf seinem Hof für eine Ausfahrt vor !

 Archiv Peter Fuhrmann
Archiv Peter Fuhrmann

Anna und Gustav Heller vermutlich zum 50jährigen Betriebsjubiläum am 01.07.1943 !
( Am Standort gab es eine von fünf Liebensteiner Tankzapfsäulen http://www.heimatfreundebali.de/heimatgeschichte/firmen/tankstellen/,  links hinter Anna Heller erkennen wir einen Schrank, in dem Motorenöl und Öl zum Mischen des Kraftstoffes aufbewahrt wurden.)

Das Ehepaar hatte zwölf Kinder. Um diese alle unterzubringen, wurden im Nebengebäude  durch An-und Umbauten (Balkon, Treppe) zusätzlicher Wohnraum geschaffen.

Aufnahme nach Abriß infolge Stadthallenbau 1980 -  Archiv Peter Fuhrmann
Aufnahme nach Abriß infolge Stadthallenbau 1980 - Archiv Peter Fuhrmann
Archiv P.Fuhrmann
Archiv P.Fuhrmann

Der Enkel von Gustav Heller, Peter Fuhrmann 1952 mit Cousine auf dem Brunnenschacht des elterlichen Hofes. Im Hintergrund das Gebäude von Schuhmachermeister Eduard Hartmann.

1960er  Archiv Peter Fuhrmann
1960er Archiv Peter Fuhrmann
 Archiv Peter Furhmann
Archiv Peter Furhmann

Abrißmaßnahmen 1980 infolge Bau des Kreiskulturhauses (spätere Stadthalle) http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p 34eff64a1ab82520/, im Hintergrund das Doppelhaus, das für den zukünftigen Hausmeister und techn. Leiter vorgesehen war.