Klingelbergstollen


Der Klingelberg-Stollen  ist  nach ein paar Metern , ca. 2,2 m hoch und ca. 0,6 m breit und führt ca. 700m in das Revier unterm Klingelberg. Das Mundloch befindet sich unterhalb der ehem. Arzt-Praxis "Nürnberger" gegenüber dem ursprünglichen Forsthaus.

Gesenk (Kleiner Schacht) - Aufnahme Sven Grauel
Gesenk (Kleiner Schacht) - Aufnahme Sven Grauel

Das Kobalterz lag hier in Form des sogenannten Speisskobalt vor. Diese Erzführung ist an hydrothermale Gänge gebunden. Diese nennt man im Glücksbrunner Revier "Rücken". Die Erzführung des Kupferschiefers beträgt lediglich 1-2cm . Der Rest war mehr oder weniger taubes , also unbrauchbares Gestein . Daher kommt auch die Höhe der Abbaue des Kupferschiefers von 40-50 cm zustande !

Der Klingelbergstollen , ein bedeutendes Relikt der Bergbaugeschichte mitten in Schweina - Aufnahme Sven Grauel
Der Klingelbergstollen , ein bedeutendes Relikt der Bergbaugeschichte mitten in Schweina - Aufnahme Sven Grauel

Harald Schuck kommentiert die obige Ansichtskarte:
Sehr schön zu sehen vorn links der halbbogenförmige Eingang des ehemaligen Klingelbergstollens.Dahinter verbirgt sich ein wunderschöner bergbaulicher Stollen, der mit meisterhaftem bergbaulichem Können angelegt wurde. Durch die Erhöhung des Straßenniveaus ist der Eingang heute nur noch ca. 1mtr. hoch. Zutritt ist verboten!! Links sieht man die 1904 für Dr. Paul v. Gusnar (Chefarzt des Marienthaler Krankenhauses) errichtete Jugendstilvilla mit Arztpraxis,rechts das alte Forsthaus.

Alte Inschrift im Klingelberg Stollen in Schweina - Quelle Steffen Ziegner
Alte Inschrift im Klingelberg Stollen in Schweina - Quelle Steffen Ziegner
Alter Kobaltabbau (Rücken) im Klingelbergstollen in Schweina - Quelle Steffen Ziegner
Alter Kobaltabbau (Rücken) im Klingelbergstollen in Schweina - Quelle Steffen Ziegner
Quelle - Steffen Ziegner
Quelle - Steffen Ziegner
Quelle - Steffen Ziegner
Quelle - Steffen Ziegner

Umfassende Auskunft gibt die Schrift:
Kobaltbergbau und Blaufarbenproduktion - Das „Berg- und Blaufarbenwerk Glücksbrunn" bei Schweina als Bergfabrik des 18. Jahrhunderts von  Ralf Schmidt - Suhl