Tennis

Der französische Vorläufer des heutigen Spiels, Jeu de Paume (französisch: Spiel mit der Handinnenfläche) wurde zunächst in Klosterhöfen, später in Ballspielhäusern auf einem rechteckigen Feld gespielt. Die Spieler machten ihre Angabe, indem sie den Ball über das Netz gegen eine Wand schlugen, welche entlang des Feldes verlief. Die Zuschauer saßen an der Wand gegenüber. Linien teilten das Feld in vier fünfzehn Zoll (knapp vierzig Zentimeter) breite, parallel verlaufende Streifen zu beiden Netzseiten.

In Paris wurden zwischen 1500 und 1600 zahlreiche kommerzielle Tennisanlagen erbaut, in denen die Besitzer die für das Spiel nötige Ausrüstung verliehen oder verkauften. Die Anlagen wurden durch die verschiedensten Bevölkerungsschichten als Freizeiteinrichtung genutzt.[1]

Der englische Major Walter Clopton Wingfield ließ sich 1874 seine Art von Tennis, das er „Sphairistike“ (griechisches Wort für Ballspiele) nannte, patentieren. Bei dieser Patentierung wurden erstmals verbindliche Regeln definiert. Das bis heute übliche Tennis entstand mit neuen Regeln im Zuge der ersten Meisterschaften in Wimbledon (London) im Juli 1877.

Protokoll über die am 25. April 1929 im Hotel Charlotte Bad Liebenstein stattgefundene Gründungsversammlung

Die bereits schon im Jahre 1928 vorhandene Interessengemeinschaft für den Tennissport  beschloss in ihrer letzten Zusammenkunft im März des Jahres anliegendes Rundschreiben zwecks Gründung  eines Vereins ergehen zu lassen.
Dieser Einladung war erfreulicherweise eine große Anzahl  der Geladenen nachgekommen.
Herr Richter begrüßte als Mitbegründer die Anwesenden, dankte herzlich für deren Erscheinen und ging kurz auf den Zweck der heutigen Versammlung ein.
Gegen das Projekt einer eigenen Platzanlage wurde aus pekunären Gründen Bedenken gelegt.  Auf Anraten des Herrn Dr. Eichler zwecks Mietung des Tennisplatzes der Hotel  AG  Bad Liebenstein  ist man mit Herrn Direktor Briel in Verhandlung getreten.
Herr Richter ließ eine Liste zirkulieren, in die sich 29 aktive und 2 passive Mitglieder eintrugen.
Von der Versammlung wurden dann einstimmig durch Zuruf in den Vorstand gewählt:
1. Vorstand  Herr Willi Richter,  Schweina
2. Vorstand, Herr Dr. Eichler, Bad Liebenstein
 

 

 

Protokoll über die am 14.11.1949 im Hotel Charlotte stattgefundene Neugründungs-Versammlung der Sparte Tennis, der Sportgemeinschaft Union in Bad Liebenstein.

Um  13.00 Uhr eröffnete Herr Thomä die Versammlung und begrüßt die Anwesenden und dankte für ihr Erscheinen. Es wurde besonders darauf hingewiesen, dass nunmehr noch 10 Jahre vergangen sind, seitdem der Tennisklub Grün-Weiß aufgehört hat zu bestehen. Die sich inzwischen in den letzten Jahren gebildete lose Interessengemeinschaft von Spielern, müsse nunmehr in die Sparte Tennis der Sportgemeinschaft Union Bad Liebenstein, im Rahmen des deutschen Sportausschusses überführt  bzw. neu gegründet werden. Eine andere Möglichkeit, die Tradition unseres schönen weißen Sportes fortzuführen, bestehe nicht.
Bevor man zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung  überging, gedachte Herr Thomä zunächst in würdiger Weise der im II.Weltkrieg  gebliebenen früheren Klubkameraden, nämlich Herrn Reinhard Lux und Herrn Kurt Reich und auch Otto Nießer. Die Anwesenden erhoben zu Ehren der Gefallenen sich von ihren Plätzen.
Hierauf wurden verschiedenen alte Protokolle das Tennisklub Grün-Weiß , sowie die Festrede  des seiner seitigen 10 jährigen Stiftungsfestes   vorgelesen, wofür alle Anwesenden großes Interesse zeigten. Auch Zeitungsausschnitte sowie frühere Tournier-Ergebnisse wurden mit lebhafter Anteilnahme zur Kenntnis gebracht.
Nachdem  inzwischen noch mehrere Interessenten erschienen waren,  konstituierte  sich die neue Sparte Tennis und wählte durch Akklamation einstimmig Frau Dr. Lore Lauterbach zu ihrer Spartenleiterin und als Stellvertreter Herr Ralf Thomä.  Ebenfalls einstimmig gewählt wurden Herr Willi Richter zum Technischen Leiter, Herr Albert Briel zum Kulturchef….

 

Gisela Teichmann
Gisela Teichmann
Tennisplatz Bernhard 1937 - Schüler Burmester - Archiv W.Malek
Tennisplatz Bernhard 1937 - Schüler Burmester - Archiv W.Malek