Landsturm

                                       Schenkung an die Heimatfreunde von Gerd Eisenbrandt

         Zur Erinnerung an die Wiedereinberufung des Landsturms nach 100 Jahren
                                                   1813   und       1914
                                Landsturmkameraden Liebenstein - Beiroda
1813 wurde durch Preußen eine Heeresreform verwirklicht, die die Armee in zukünftigen Auseinandersetzungen besser aufstellen sollte. In Preußen war nach dem Landsturm-Edikt vom 21. April 1813 die gesamte nicht in die stehende Armee oder in die Landwehr eingereihte wehrbare männliche Bevölkerung vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 60. Lebensjahr verpflichtet, dem Aufgebot des Landsturms Folge zu leisten. Er bildete gewissermaßen die letzte Landesreserve.
Zu klären wäre die Situation 1813, denn damals gehörte weder Beiroda noch Liebenstein zu Preußen. Wahrscheinlich ist, dass mit dem Machtwechsel 1866 auch die preußischen Bedingungen für Liebenstein-Beiroda galten. Vermutlich war 1813  eine dem Landsturm ähnliche Gruppierung in Liebenstein-Beiroda aufgestellt worden.
 Auf Druck Otto von Bismarcks musste Georgs Vater Herzog Bernhard II., der im Deutschen Krieg auf der Seite von Österreich stand, im Jahre 1866 abdanken, so dass er als Georg II. regierender Herzog des Landes wurde. 1867 übernahm er das Kommando über das 2. Thüringische Infanterie-Regiment Nr. 32, das seinen Standort in der Meininger  Hauptkaserne hatte. 1871 nahm Herzog Georg II. gemeinsam mit seinem ältesten Sohn und Erbprinzen Bernhard III. am Deutsch-Französischen Krieg teil und auch an der Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871.  Eingeschränkte Souveränitätsrechte blieben dem Herzog auch nach der Bildung des Deutschen Reichs. Die Reichsgründung zunächst positiv bewertend, kam es aber 1889 zum Bruch zwischen Georg II. und dem Kaiser Wilhelm II., da sich die liberalen und humanistischen Grundsätze von Georg II. nicht mit der konservativen,  chauvinisti-schen Politik des Hohenzollern und Kaisers vereinbaren ließen. Georg II. trat für eine liberale, parlamentarische und englandfreundliche Monarchie ein, die eine Integration der neu entstande-nen Sozialdemokratie in die Landespolitik beinhaltete.
siehe auch:  
http://de.wikipedia.org/wiki/Landsturm
http://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Heeresreform
http://de.wikipedia.org/wiki/Ungedienter_Landsturm