Gasthaus zum ( goldenen ) Löwen

Goldener Löwe vor dem großen Brand und vor 1888 - Archiv W.Malek
Goldener Löwe vor dem großen Brand und vor 1888 - Archiv W.Malek
Pferdeomnibus, wie er so ähnlich auch von Immelborn nach Liebenstein hätte verkehrt haben können
Pferdeomnibus, wie er so ähnlich auch von Immelborn nach Liebenstein hätte verkehrt haben können
Archiv W.Malek
Archiv W.Malek

Gasthaus " Zum Löwen "  Bahnhofstraße 2,  Löwenkreuzung vor der Wende, rechts Haus Otto Müller
siehe auch :  http://heimatfreundebali.jimdo.com/heimatgeschichte/villen/haus-weller/  
und  http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p537ba86de8b233aa/

links im Bild das Haus der ehemaligen Liebensteiner Totenfrau - Archiv Horst Schneider und Tochter Cornelia Pissarek
links im Bild das Haus der ehemaligen Liebensteiner Totenfrau - Archiv Horst Schneider und Tochter Cornelia Pissarek
Eberhard Müller mit Mutti - Blick zum Löwen - Sammlung E. Müller, ( Ebis Mutti sieht aus wie Maria Furtwängler )
Eberhard Müller mit Mutti - Blick zum Löwen - Sammlung E. Müller, ( Ebis Mutti sieht aus wie Maria Furtwängler )
rechts der eigenartig gemauerte Zaun und dahinter die spätere Fleischerei Hesse  - Archiv W.Müller
rechts der eigenartig gemauerte Zaun und dahinter die spätere Fleischerei Hesse - Archiv W.Müller
gelaufen 1920er
gelaufen 1920er
Fotografie u. Verlag: R. Stölzner, Eisenach
Fotografie u. Verlag: R. Stölzner, Eisenach

In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts wurde in der Grumbach der Grundstein für den Löwen gelegt. Inhaber war Gotthilf Hopf, der leider früh verstarb. Seine Frau, aus Barchfeld gebürtig, führte die Wirtschaft weiter. Sie starb 1872.
Es herrschte Wohlhabenheit im Hause, so dass das einzige Kind, Osanne geb. 1846, eine begehrte Partie war. Sie heiratete 1872 den Gutspächter Habigt in Liebenstein, der nach kurzer Zeit das Gut aufgab und in Leipzig ein Getreidegeschäft übernahm.
Frau Auguste Erbe, eine etwas vornehm-tuende Wirtin aus Barchfeld, kaufte das Anwesen und bewirtschaftete es mit ihrem Sohn Ferdinand ( Salzmann). Nach ihr ging es in den Besitz der Vereinsbrauerei in Salzungen über, die es nach einem Brand neu aufbauen ließ. Bis auf die Grundmauern war der Gasthof  “ Goldener Löwe “  niedergebrandt. Es geschah in der Amtszeit des Ortsbrandmeisters Ernst Anschütz ( um die Wende 19. zum 20.JH. ) !
Die Bewirtschaftung geschah durch folgende Pächter:

Knauer,  Roth, Bernhard  Kissner 1912 (Telefonbuch),  Berthold Schwarz,  Alfred Döge (natürlich nicht der Lehrer Alfred Döge), Christian Reich seit September 1928.
Vor dem Verkauf an die Vereinsbrauerei 1897 waren noch Ferdinand Erbe und seine Frau, geb. Schmalz aus Barchfeld als Bewirtschafter eingesetzt.
Ferdinand Erbe kaufte danach das Haus nördlich von Haus Gonnermann und richtete dort eine Metzgerei ein.
Werner Schlechtweg ergänzt: Während des zweiten Weltkrieges und bis zum Heini Claus war der Kurt Reich mit seiner Familie der Löwenwirt. Im Volksmund genannt 
„ Löwenkurt“. Dieser war damals auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Bad Liebenstein und gleichzeitig Fahrer des Löschfahrzeuges. Als Kassel in hellen Flammen  stand, wurde die FFw Bali nach Kassel zum Löschen beordert, der Löwenkurt war  tagelang mit einer Löschmannschaft dort im Einsatz.
Vom 01.03.1956 bis zum 16.06.1958 war Heinz Claus  http://www44.jimdo.com/app/ s06790cd3cc8612fc/p54d21749e0293e11/  Wirt im Löwen, seine Stellvertreterin war Ruth Amling. Bemerkenswert war die Tatsache, dass in der Musikcombo von Herbert Zocher neben Herrrn Lütke am Schlagzeug und Egon Schatz ? an der Gitarre als Sänger "Clause Heini" auf die Bühne kam.
2.Tenöre des MGV Sängerkranz 1857 e.V. erinnern sich, dass um 1970 die Kapelle Bali Tempo Rhythmiker hieß mit folgender Besetzung: Albert Lütke - Gitarre, Herbert Zocher - Akordeon, Toni Krause - Schlagzeug, Hans Malsch - Kontrabass, Bruno Jäckl - Klavier und Werner Danz - Hawaigitarre !

Im Februar 1938 wurde die Kegelbahn, 1973 das Haupthaus der Kegelbahn ( das noch zum Werkunterricht für die Rudolf-Schwarz POS genutzt worden war) und im August 1993 das Hauptgebäude des Löwen abgerissen.

Archiv A.Döhrer
Archiv A.Döhrer

Das Bild und die Informationen dazu verdanken wir A.Döhrer aus Schweina

Ansichtskarte vom Ende der 1920er Jahre:  Zum Goldenen Löwen,  Inh.: Christian Reich    

Links im Bild:  heute Verlängerung Barchfelder Straße zur Ruhlaer Straße;

Rechts vom Löwen: Der Fachwerkbau ist die ehemalige Kegelbahn !
Zu DDR-Zeiten war eine beliebte und stark frequentierte Eisdiele  http://www44.jimdo.com /app/s06790cd3cc8612fc/p5d0dec5cfac81eb5/   (geschlossen ca. Ende der 1970er Jahre ??)  im Hauptgebäude des Löwen mit einem Durchgang zum Saal eingerichtet, die auch direkt von Außen zugänglich war ( Vorgänger Polarstern !! )
Bildkante rechts:    vermutlich eine Ecke des ehemaligen Hauses Hopf siehe auch : http://www44.jimdo.com/app/s06790cd3cc8612fc/p537ba86de8b233aa/

Archiv W.Malek
Archiv W.Malek
Archiv W.Malek
Archiv W.Malek
rechts neben dem Kegelhaus verlief die Kegelbahn -Archiv W.Malek
rechts neben dem Kegelhaus verlief die Kegelbahn -Archiv W.Malek
Karte vor 1967
Karte vor 1967
Archiv Gunnar Möller - von Georg Lösser am 03.11.1963 vom Fenster aufgenommen -vom Diapositiv kopiert
Archiv Gunnar Möller - von Georg Lösser am 03.11.1963 vom Fenster aufgenommen -vom Diapositiv kopiert

Links an der Hauskante von HO Kurzwaren ist ein Lautsprecher zu erkennen, der dem Ortsfunk http://de.wikipedia.org/wiki/Ortsfunk  gedient hatte.

Postauto Robur Garant http://de.wikipedia.org/wiki/Robur_Garant_30K an der Löwenkreuzung

Heinz Claus als Löwenwirt, Gudrun Heß, geb. Pätzold und Hilde Porst v.r. Ende 1950er - Sammlung Brigitte (Claus) Huhn
Heinz Claus als Löwenwirt, Gudrun Heß, geb. Pätzold und Hilde Porst v.r. Ende 1950er - Sammlung Brigitte (Claus) Huhn
Gisela Claus mit Töchtern Brigitte, Monika und ... in der Wohnung im Erker Goldener Löwen - Sammlung B.Huhn
Gisela Claus mit Töchtern Brigitte, Monika und ... in der Wohnung im Erker Goldener Löwen - Sammlung B.Huhn
Küche im Löwen 1950er - Sammlung B.Huhn
Küche im Löwen 1950er - Sammlung B.Huhn
Sammlung B.Huhn
Sammlung B.Huhn

Im kleinen Holz-Häuschen verkaufte Karl Claus (nicht der Gemüse-Claus Rohstr.) u.a. Bockwürste ( die beiden Linden stehen heute noch !), rechts in der Kegelbahn war die Fahrbereitschaft zeitweise zu Hause, der Administrator hatte dort Mitte der 1960er Werkunterricht bei Lothar Gernoth

Sängerfest 1957 vor dem Löwen
Sängerfest 1957 vor dem Löwen
1957 - 100 Jahre MGV Sängerkranz
1957 - 100 Jahre MGV Sängerkranz
Der Bratwurstrost gehörte genau dorthin - Sammlung B. Huhn
Der Bratwurstrost gehörte genau dorthin - Sammlung B. Huhn
Motiv an der Kegelbahn Sammlung Kurt Schwarz
Motiv an der Kegelbahn Sammlung Kurt Schwarz

Sogar die Garagen im Ort wurden mit einem klassizistischen Giebel geschmückt ! Diese Garage stand an der Stelle, an der später der Zugang zum Kulturhaus (Stadthalle) angelegt war ! 

Kinderfasching 1993 auf dem Weg zur Stadthalle- der Löwen  war 6 Monate später Geschichte, das Gleiche gilt für die Keksfabrik  - Archiv W.Malek
Kinderfasching 1993 auf dem Weg zur Stadthalle- der Löwen war 6 Monate später Geschichte, das Gleiche gilt für die Keksfabrik - Archiv W.Malek
Archiv Peter-Michael Stein
Archiv Peter-Michael Stein

Um 1905 wurden in Bad Salzungen "An den Fleischbänken" - heute "Unter den Linden" auch schon Bratwürste verkauft !

Torsten Schulz hat die Geschichte gepostet und hat diese von der Mutter von Marko Prietzel, Marion Prietzel, übernommen:
Ich habe es nicht selbst erlebt, aber ich kenne die Geschichte von Marion, der Mama von
Marko(also meiner Tante). Von vielen wird geglaubt, die Paula hieß "Bockwurstpaula" - weil sie gerne Bockwürste aß. Das stimmt aber nicht ganz. Paula Täfler war bekannt dafür, dass sie in ihrer - na, sagen wir – späten Jugend - gerne beim "Schüffler" (Gasthaus zum Löwen) gesessen hat.  Sie sprach gerne dem Bierchen zu. Irgendwer in der Kneipe hatte dann die Idee  zu einer Wette.  Als Paula genug getrunken hatte, wurde also mit ihr gewettet, dass  sie es sich nicht traut, sich eine heiße Bockwurst vor allen anwesenden vaginal einführen zu lassen. Als Gewinn war Bier bis zum Umfallen ausgelobt.  Was soll ich sagen - Paula hat die Wette gewonnen  - seither hatte sie den Namen weg. Paula wohnte in der Zeit, in der ich sie kannte, Parterre unter meinen Urgroßeltern.  Zu mir war sie nie böse, außer wenn ich nächtens mit dem Moped meines Onkels - einem "Star" - nach Hause kam und den Motor hinten im Hof nicht rechtzeitig abstellte. Da kam sie raus wie eine Furie in ihrer einzigen berühmten Kittelschürze - oder in einem nicht ganz weißen  Nachthemd... Paula kam dann später in ein Pflegeheim. Ihr war ein Bein amputiert worden.